März 22nd, 2012 at 16:42 by Pfennig-Kobold

„Denk an die hungernden Kinder in Afrika“ – Jahrelang sollte diese Aussage Kinder dazu bewegen, den Teller ohne Quengeleien leer zu essen. Heutzutage denkt anscheinend niemand mehr daran, dass in vielen Ländern der Erde Menschen hungern, denn jährlich landen etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall.

Doch was kann der Einzelne zu Hause tun, um zu vermeiden, dass zu viele seiner Lebensmittel in den Müll wandern? Neueste Kampagnen geben der Industrie und dem aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum die Schuld. Dies ist jedoch nur teilweise zutreffend, denn tatsächlich haben viele Menschen ein Bewusstsein dafür, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum eben nur anzeigt, bis wann das Nahrungsmittel mindestens halten muss. Viele Lebensmittel sind auch darüber hinaus durchaus noch haltbar. Dies gilt vor allem für Milchprodukte, die bis zu fünf Wochen nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar sind.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln beginnt jedoch schon beim Einkauf. Zunächst einmal gilt: Niemals hungrig einkaufen gehen! Eine alte Weisheit, doch in Bezug auf Lebensmittel immer noch eine der Besten. Wer mit knurrendem Magen einkaufen geht, kann nicht rational entscheiden, was er tatsächlich braucht. Im Wagen landen Impulskäufe und davon nicht nur zu viel, sondern zum Teil auch Waren, die normalerweise nicht gekauft werden würden. Häufig sind es diese Lebensmittel, die später im Mülleimer landen. Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Einkaufen ist das Schreiben einer Liste. Am Besten setzt man sich bereits zu Hause mit der Familie zusammen und erstellt einen Essensplan für die nächste Woche. Alle benötigten Lebensmittel werden dann in einem Wocheneinkauf zusammen eingekauft – davon ausgenommen sind natürlich frische Produkte, wie Obst und Gemüse, aber auch Brot. Je seltener eingekauft wird, desto weniger Lebensmittel landen im Kühlschrank und schließlich im Müll.

Ein Problem, das jeder kennt, ist die Resteaufbewahrung. Wenn zu viel gekocht wurde, werden die Reste zunächst im Kühlschrank aufbewahrt und dann nach einigen Tagen doch weggeschmissen. Wenn die Reste portionsweise eingefroren werden, halten sie länger und können verzehrt werden, wenn man wieder Appetit hat. Ein neuer Trend ist auch das so genannte Google-Cooking. Alle noch vorhandenen Lebensmittel werden bei Google eingegeben und heraus kommt ein – meistens sogar brauchbares – Rezept, das wieder einige Lebensmittel vor einem Ende im Abfall bewahrt hat.

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