August 1st, 2012 at 15:42 by admin

Eine der sichersten Anlageprodukte ist seit Jahrzenten der Sparbrief. Diese festverzinsliche Anlagevariante wurde erstmals im Jahre 1964 von der Vereinsbank Wiesbaden ausgegeben. Später folgten die Sparkassen und Privatbanken und platzierten eigene Sparbriefe mit einer ähnlichen Produktgestaltung. Bis heute ist der Sparbrief aufgrund seiner hohen Sicherheit ein sehr beliebtes Anlageprodukt.

Unterschiedliche Varianten des Sparbriefs

Der Sparbrief wird grundsätzlich in zwei Varianten unterschieden: Die erste Variante ist der normale Sparbrief, welcher zum vollen Nennwert gekauft wird. Die Zinsen fallen jährlich an und werden in der Regel auf ein separates Konto übertragen und stehen dann zur freien Verfügung. Ein Zinseszinseffekt stellt sich aufgrund der Zinsausschüttung auf ein Referenzkonto nicht ein. Die zweite Variante des Sparbriefs ist der abgezinste Sparbrief. Die Zinsen und Zinseszinsen des abgezinsten Sparbriefs werden beim Kauf des Produkts für die gesamte Laufzeit berechnet und vom Nennbetrag abgezogen. Der Kunde kauft das Produkt zum um die Zinsen verringerten Betrag. Am Ende der Laufzeit erhält der Kunde den vollen Nennbetrag zurück. Hier fallen alle Zinsen und Zinseszinsen an.

Was für den Sparbrief spricht und was er bringt

Ein vorrangiges Plus für die Geldanlage mit einem Sparbrief ist die hohe Sicherheit des Produkts. Sparbriefe sind durch den gesetzlichen Einlagensicherungsfonds mit 50.000 Euro pro Stück abgesichert. Sollte die Anbieterbank Insolvenz anmelden, werden die Anleger mit dem vollen Betrag entschädigt. Darüber hinaus verfügen Sparbriefe über eine feste Laufzeit mit einem festen Zinssatz, welcher über die gesamte Laufzeit Bestand hat. Die Rendite lässt sich folglich von Anfang an bestimmen. Andere Anlageprodukte sind häufig an Tageskurse oder den Geldmarkt gekoppelt und die Renditen können sich täglich oder quartalsweise ändern. Die Laufzeiten von Sparbriefen reichen von einem Jahr bis hin zu zehn Jahren. Einige Herausgeber bieten sogar Sparbriefe mit einer Laufzeit von über 10 Jahren an. Eine langfristige Zinsfestschreibung ist somit möglich. Der Vorteil der langfristigen und festen Anlage in einem Sparbrief kann von Kritikern als Nachteil ausgelegt werden, da die bei Vertragsabschluss vereinbarte Laufzeit eingehalten werden muss. Eine vorzeitige Kündigung ist bei einem Sparbrief im Normalfall nicht möglich. Versierte Finanzinstitute bieten mittlerweile eine flexiblere Variante des Sparbriefs an, welcher über einen steigenden Zinssatz und eine 3-monatige Kündigungsfrist verfügt. Die Rendite ist meist geringer als die des klassischen Sparbriefs.

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