[X]Ratenkredit, Rahmenkredit oder doch der Dispo von der Hausbank: Welcher Konsumkredit sich für die Finanzierung eines Vorhabens am besten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Verbraucher können viel Geld sparen, wenn sie etwas Zeit investieren und gezielt nach dem richtigen Kredit vom richtigen Anbieter suchen.
Für größere Anschaffungen ist ein klassischer Ratenkredit noch immer die beste Wahl. Die monatliche Belastung lässt sich durch die Anpassung der Laufzeit optimal auf die eigenen finanziellen Verhältnisse abstimmen. Der größte Vorteil aber ist der über die gesamte Laufzeit hinweg feste Zinssatz: Bei Rahmenkrediten und Dispokrediten besteht das Risiko zwischenzeitlicher Zinserhöhungen, die die Finanzierung maßgeblich verteuern können.
Die Konditionen für Ratenkredite unterscheiden sich beträchtlich zwischen den zahlreichen Banken am Markt. Die alte Regel, nach der Direktbanken immer günstiger sind als andere Institute gilt längst nicht mehr. Zudem kann ein Anbieter, der bei Krediten mit 36 Monaten Laufzeit zu den besten gehört für Kredite mit 60 Monaten sehr viel mehr verlangen als die Konkurrenz.
Beim Kreditvergleich dürfen deshalb keine Äpfel mit Birnen verglichen werden. Ein Vergleich macht nur Sinn, wenn er sich auf Darlehen mit identischer Ausstattung im Hinblick auf Kreditbetrag und Laufzeit bezieht. Zudem muss sichergestellt sein, dass die verglichenen Konditionen auch tatsächlich gelten: Viele Banken setzen die Zinsen ihrer Kredite abhängig von der Bonität des Kreditnehmers fest. Wird dann nur mit einem Beispielzins gerechnet, macht der Vergleich nicht viel Sinn.
Speziell bei Ratenkrediten mit längeren Laufzeiten (mehr als 36 Monate) sollten Kreditnehmer nicht nur auf den Zinssatz, sondern auch auf die Möglichkeit flexibler Tilgungsoptionen achten. Insbesondere kostenfreie Sondertilgungen sollten möglich sein. Steht später einmal mehr Geld zur Verfügung, kann dieses zur Entschuldung genutzt werden, mit der stets der beste Anlagezins erzielt wird.
Für kurz- bis mittelfristige Finanzierungen unter 20.000 Euro können Rahmenkredite eine Alternative zum Dispositionskredit sein. Die Rückzahlung ist hier deutlich flexibler: Zumeist wird lediglich eine monatliche Mindestrückzahlung (als Prozentsatz des jeweils offenen Saldos) festgelegt, die erfolgen muss. Darüber hinausgehende zusätzliche Tilgungsleistungen sind jederzeit kostenfrei möglich. Rahmenkredite eignen sich so gut als Alternative zum Dispositionskredit der Hausbank – zumeist sind sie auch deutlich günstiger.
Der Dispokredit sollte nicht dauerhaft genutzt werden. Er dient zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe und sollte wegen der immens hohen Zinsen nur im Ausnahmefall in Anspruch genommen werden.
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